Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. - Aktuelles
Wer an Hüft-, Knie- oder Fuß-Arthrose erkrankt ist, kann sich oft nur eingeschränkt bewegen. Wie schmerzlich ist es, wenn man dann dadurch stürzt und es zu einem gefürchteten Schenkelhalsbruch kommt. Allein in Deutschland erleiden etwa 100.000 Menschen jährlich diese lebensgefährliche Verletzung, oft als Folge einer Arthrose. Was aber kann man selbst zur Vorbeugung tun? Mit welchen Schutzmaßnahmen sollte man so früh wie möglich beginnen? Das neue Arthrose-Info liegt vor und gibt hierzu wichtige Hinweise.
Die früheren Ausgaben des Arthrose-Info enthalten Informationen von bleibendem Wert. Der neue, an vielen Stellen überarbeitete und aktualisierte "Gesamtband Arthrose-Info Nr. 1 bis 88" liegt in zwei handlichen Teilbänden vor und kann bequem auch per Internet bestellt werden.
Die Deutsche Arthrose-Hilfe finanziert ihre Aufgaben ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und in zunehmendem Maße auch durch letztwillige Verfügungen. Dafür danken wir allen von ganzem Herzen. Zur letztgenannten Fördermöglichkeit haben wir auf vielfachen Wunsch ein ausführliches Informationsheft erstellt, das gerne auch per Internet bestellt werden kann.

"Die Wissenschaften", so sagte schon Michel de Montaigne, "entwickeln sich in kleinen Schritten." Aber dennoch gibt es immer wieder Fortschritte, die echte Meilensteine bedeuten. Diese Meilensteine in der Arthrose-Forschung, welche die Behandlung, Erkennung oder Vorbeugung der Arthrose grundlegend verbessert haben, zeichnet die Deutsche Arthrose-Hilfe mit dem "Welt-Preis für Arthroseforschung" aus. Der Welt-Preis 2012 wird einer Forschung gewidmet, die zu enormen Verbesserungen bei Hunderttausenden von operativen Eingriffen an der Wirbelsäule und zur erfolgreichen Behandlung von Patienten mit Wirbelsäulen-Arthrose geführt hat. Der Preisträger, Herr Priv.-Doz. Dr. med. Wolfhard Caspar ist einer der herausragenden Ärzte des Jahrhunderts, und wir gratulieren ihm sehr herzlich und sind ihm zutiefst dankbar für seine grundlegende Forschungsarbeit für die moderne Wirbelsäulenchirurgie.

Herr Prof. Dr. med. Lutz Jani: Den ersten Weltpreis für Arthroseforschung erhielt Herr Prof. Dr. med. Lutz Jani für seine bahnbrechende Forschungs-Leistung auf dem Gebiet der Hüftgelenkforschung. Dank seiner grundlegenden Forschungsarbeit bleibt bis heute Tausenden von Kindern mit einer angeborenen Fehlstellung des Hüftkopfes eine schwere Operation erspart. Herr Prof. Jani ist seit vielen Jahren Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Arthrose-Hilfe und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie zum Ehrenmitglied ernannt.

Herr Prof. Dr. med. Dieter Buck-Gramcko: Mit dem Welt-Preis 2011 wurde Herr Prof. Dr. med. Dieter Buck-Gramcko geehrt für seine grundlegende Forschungs- und Aufbauleistung für die moderne Handchirurgie, die die Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit fehlendem Daumen entscheidend verbessert hat. Dank seiner wegweisenden Forschungsarbeit ist es möglich, die fehlenden Daumen durch eine Verlagerung des Zeigefingers vollständig zu ersetzen und so den Betroffenen die lebenswichtige Greiffähigkeit ihrer Hand zu ermöglichen. Herr Prof. Buck-Gramcko gilt als "Pionier der Handchirurgie" und ist seit Jahren Berater der Deutschen Arthrose-Hilfe.

Im Rahmen ihrer Forschungsförderung hat die Deutsche Arthrose-Hilfe eine Stiftungsprofessur für Arthrose-Forschung an der Orthopädischen Universitätsklinik Homburg initiiert. Dabei handelt es sich um den ersten und einzigen "Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung" in Deutschland, und er ist somit ein wichtiger Pfeiler in der Arthrose-Grundlagenforschung. Lehrstuhlinhaber ist Herr Prof. Dr. med. Henning Madry, anerkannter Orthopäde und mehrfach ausgezeichneter internationaler Gelenkforscher. Der Lehrstuhl nahm am 2. Juli 2010 seine offizielle Tätigkeit auf und wird auch weiterhin jährlich von der Deutschen Arthrose-Hilfe finanziell unterstützt.
Knieversteifung: Oft wird übersehen, wie viele Menschen an schwerster Knie-Arthrose leiden. Wenn alle anderen Operationen einmal nicht erfolgreich sind, muss bei etwa 500 Patienten jedes Jahr das Gelenk operativ versteift werden. Es kommt dann zu der sogenannten "Knie-Arthrodese". Die Deutsche Arthrose-Hilfe hilft den Betroffenen in dieser schwierigen Situation auch mit finanzieller Unterstützung.
Querschnittlähmung nach Wirbelsäulen-Operation: Auch all jenen Patienten, die nach einer fehlgeschlagenen Wirbelsäulen-Operation eine Querschnittlähmung mit all ihren schwerwiegenden Folgen erleiden, steht die Deutsche Arthrose-Hilfe mit ihrem Hilfsfonds zur Seite. In dieser Notsituation unterstützt sie unbürokratisch notwendige Umbaumaßnahmen.
Seit dem 1.7.2009 kann die Arthrose des Kniegelenks als Berufskrankheit geltend gemacht werden, wenn sie nachweislich durch die Arbeit ausgelöst wurde. Für die Anerkennung muss der Patient 13.000 Stunden kniebelastende Tätigkeiten nachweisen können.